Die Schulkinderfiguren an der Mozartschule

Rekonstruktion der Schulkinderfiguren an der Mozartschule

Das Gebäude der Mozartschule wurde während des Ersten Weltkriegs im neubarocken Stil erbaut und 1917 eingeweiht. Die Umzäunung der ursprünglich zwei Schulhöfe besteht aus einem Eisengitter mit Sandsteinpfeilern. Sie waren früher mit Figurenpaaren bekrönt, die Schulkinder darstellten. Sie wurden von Bildhauer Hoffmann gestaltet. Es waren jeweils zwei Paare von Mädchen und zwei Paare Knaben mit dem Aussehen und in der Kleidung der damaligen Zeit. Die schmalen Pfeiler trugen Pinienzapfen. Die Figuren und Pfeileraufsätze gingen im und kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verloren.

Der heute als Schulhof genutzte Hof besitzt noch seine Originaleinfriedung, doch der plastische Schmuck ging nach dem Zweiten Weltkrieg verloren. Auf dem früheren Mädchenschulhof befindet sich heute ein Parkplatz.

Im Mai 2004 stellten die Schüler der Mozartschule die Figurengruppen und die Pinienzapfen aus Gips in vereinfachten Formen wieder her. Die kleinen Bildhauer wurden von der Künstlerin Gisela Witt und von Lehrern angeleitet. Die ca. 1 m großen Figuren und die ca. 40 cm hohen Pinienzapfen standen viele Monate auf den Sandsteinsäulen. Da Gips kein haltbares Material ist, mussten die Kinderfiguren und die Pfeileraufsätze im Winter 2004/2005 wieder abgebaut werden.

Die Sandsteinpfeiler ragen seitdem wieder leer und trostlos in die Höhe. Der Verein Stadtbild Mannheim hat sich der Steinkinder angenommen und will sie im Mozartjahr 2006 teils nach den alten Vorbildern, teils mit modernem Aussehen, rekonstruieren lassen.

Die Schulkinderfiguren an der Mozartschule